Überkopfschläge – Smash, Clear, Drop

Der Überkopfschlag ist der wichtigste Schlag im Badmintonsport. Wird der Federball oberhalb des Kopfes getroffen, können Sie viele verschiedene Schläge (Clear, Smash, Drop) ausführen und somit sehr variantenreich spielen. Aus diesem Grund sollten Sie so oft wie möglich so zum Ball laufen, dass der Balltreffpunkt über ihrem Kopf liegt. Alle anderen Schlagtypen (Überhand, Unterhand, Rückhand…) haben einen niedrigeren Balltreffpunkt und schränken Sie daher in den Schlagmöglichkeiten ein. Um den Ball über ihrem Kopf schlagen zu können, benötigen Sie jedoch eine gute Beinarbeit und Kondition. Daher ist es sehr wichtig neben dem Schlagtraining auch das Laufttraining nicht zu vernachlässigen.Überkopfschlag

Lin Dan beim Jump – Smash während der Olympischen Spiele 2008 in Beijing

 

Inhaltsverzeichnis

01 Begriffsklärung
02 Ausführung Überkopfschläge
03 Clear
04 Smash
06 Drop

 

1. Begriffsklärung


Wird der Federball über dem Kopf geschlagen, spricht man von sogenannten Überkopfschlägen („ÜK“-Schläge siehe Bild unterhalb).

Schlagtechnik

Schlagtypen beim Badminton

 

2. Ausführung


Zur Erklärung der genauen Bewegungsausführung sehen Sie hier das Tutorial – Video:

Die folgende Skizze zeigt die Flugkurven der elementaren Überkopfschläge (1,2,4,5):

Schlag - Technik

 

3. Clear


Der oft eingesetzte Clear (1) ist ein Befreiungsschlag. Er kommt zum Einsatz, wenn man vom Gegner überspielt wurde und dadurch nicht mehr Lage ist, den Schlag des Gegners offensiv zu retournieren. In diesem Falle hilft einem der hohe Überkopf-Clear um Zeit zu gewinnen und sich somit wieder neu und zentral auf dem eigenen Spielfeld platzieren zu können. Eine größere Schlagweite kann mit dem sog. Stemmschritt bzw. Umsprung erzielt werden. Man führt dazu den Ellbogen des Schlagarms nach hinten und verlagert sein Gewicht durch seitliche Stellung auf das rechte (bzw. das linke bei Linkshändern) Bein. Kurz vor dem Schlag springt man von diesem ab und dreht sich somit in den Ball hinein.

Alle Details zur technischen Ausführung finden Sie im Tutorial – Video oberhalb (siehe 2. Ausführung).

4. Drop


Drop (4) ist ein Schlag, der insbesondere für den Angriff genutzt wird. Die Schlagausführung entspricht der des Überkopf-Clears, die Schlaggeschwindigkeit selbst ist jedoch langsamer. Er wird von dem hinteren Bereich des Spielfeldes geschlagen und sollte mit einem möglichst hohen Treffpunkt ausgeführt werden. Dadurch erreicht man einen steile Flugkurve, sodass der Federball sehr knapp hinter dem Netz aufkommt. Man sollte den Drop nur dann einsetzen, wenn sich der eigene Körper in Balance befindet und man “gut zum Ball steht”. Er wird genutzt, um den Gegner möglichst weit aus der Ausgangsposition zu bewegen und damit Lücken in der Abwehr zu schaffen. Wer diesen Schlag allerdings aus der Bedrängnis spielt, wird es schwer haben, ihn platziert im Feld des Gegners unterzubringen und den folgenden Schlag des Gegners zu erlaufen. Es ist generell davon abzuraten, einen Angriffsschlag unter großer Bedrängnis zu spielen, da ein solcher Schlag schon nach einer sehr kurzen Flugphase retourniert werden kann. Dadurch ist es einem nicht möglich, sich wieder gut vor dem Rückschlag des Gegners positioniert zu haben.

Der Anfänger sollte diesen Schlag zunächst mit einer gleichbleibenden Schlaggeschwindigkeit ausführen, um das Gefühl für diesen Schlag zu erlangen. Beherrscht er diese Ausführungsart, kann mit dem getäuschten Drop begonnen werden. Hierfür wird der Schläger wie beim Smash (Schmetterschlag) beschleunigt und erst kurz vor dem Balltreffpunkt abgestoppt. Der Gegner erwartet also einen hart geschlagenen Ball, wird jedoch mit einem möglichst kurz hinters Netz gespieltem Ball überrascht.

Das nachfolgende Tutorial – Video zeigt ihnen die Besonderheiten der Drop-spezifischen Technik:

 

5. Smash


Der Smash (5) ist ein hart geschlagener Schmetterball, dessen Bewegungsausführung ebenfalls der des Überkopf-Clears entspricht. Bei diesem Schlag wird der Schläger bis zum Balltreffpunkt maximal beschleunigt, um eine hohe Fluggeschwindigkeit zu erzielen. Auch hier gilt, je höher der Treffpunkt, desto steiler die Flugkurve und desto kürzer die Flugphase des Balls. Je kürzer die kürzer die Flugphase des Balls desto weniger Zeit hat der Gegner diesen Ball zu erlaufen.

Auch dieser Schlag ist ein reiner Angriffsschlag und sollte daher nicht aus der Bedrängnis gespielt werden. Spielt man diesen Schlag dennoch aus einer schlechten Position, ist der Ball ungefährlicher und kann somit schnell und gefährlich vom Gegner zurück gespielt werden.

Im nachfolgenden Video finden Sie alles Wissenswerte über die Smash-spezifische Technik:

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